Longieren für Hunde Drucken
Geschrieben von: Kirsten Wagner   
Dienstag, den 15. Januar 2013 um 00:00 Uhr

Der Text wurde von Andreas Lutz von der Hundeschule - Der HUNDEfairSTEHER- zur Verfügung gestellt.  www.derhundefairsteher.de

Herr Lutz hat uns in das Longieren eingewiesen, so dass wir täglich z.B. mit unserer Dobihündin  Kiara üben können.

Longieren kommt aus dem Pferdesport. Da wird ein Pferd an einer Longe (lange Laufleine) im Kreis laufen gelassen. Der Unterschied beim Longieren mit Hunden besteht u.a. darin, dass der Hund später ohne Leine geführt wird. Beim Longieren für Hunde steht der Mensch im Kreis und der Hund läuft aussen an der Kreismarkierung entlang. Die Aufmerksamkeit des Hundes ist dabei komplett auf den Menschen gerichtet. Der Mensch signalisiert dem Hund, durch Sicht-und Hörzeichen, was er tun soll. Der Kreis schafft eine räumliche Distanz zwischen Hund und Mensch. Der Hund ist räumlich weit weg von seinem Menschen, es besteht jedoch eine sehr enge Verbindung zwischen den beiden. Damit es nicht ein stupides um den Kreis laufen wird, werden Signale wie Sitz, Platz, Steh und evtl. Hindernisse eingebaut. Ausserdem werden plötzliche Richtungswechsel vorgegeben. Es besteht auch die Möglichkeit mit zwei oder drei Kreisen zu longieren. Es können auch verschiedene Ablenkungen, wie plötzlich vorbei fliegender Ball, eingefügt werden. Longieren ist eine Möglichkeit für das Mensch-Hund-Team eine tiefere Beziehung zu bekommen. Es ist auch eine sehr gute geistige und körperliche Beschäftigung. Die Konzentration von Mensch und Hund wird erhöht. Dies wirkt sich auch auf den gemeinsamen Spaziergängen aus. Durch die Richtungswechsel entsteht keine einseitige Belastung der Muskel und Bänder, was aus physiotherapeutischer Sicht wichtig ist, um eine Überbelastung der Sehnen, Bänder und Muskel zu vermeiden. Wichtig ist aus dieser Sicht auch noch das Aufwärmen vor dem Longieren. Es ist für Hunde aller Größen und Gewichtsklassen geeignet. Das Alter spielt dabei ebenso wenig eine Rolle, wie körperliche Einschränkungen. Man paßt einfach das Tempo dem Hund an. Selbst Taubheit beim Hund stellt kein Hindernis dar. Das größte Hindernis beim Longieren besteht darin, eine geeignete Wiese zur Verfügung zu haben.

Danke Dir Andreas für Deine praktische Unterstützung.

 

Eine nette Mail von Hope`s Besitzerin:

Liebe Kirsten Wagner, 

Ich bin immer mal wieder gern  auf Eurer Homepage unterwegs und  habe jetzt  den Bericht über das Longieren gelesen.  Das ist wirklich eine tolle Sache. 

Im Herbst haben HOPE und ich an  einem zweitägigen Longierseminar unserer Hundeschule teilgenommen  und wir alle (Hunde und Menschen) hatten riesigen Spaß.

Die Hunde machten einen total  glücklichen Eindruck, waren körperlich und geistig wirklich ausgelastet. Und abends richtig müde (Mensch  allerdings auch) . Und das das will schon  etwas heißen bei meinem  kleinen Energiebündel :o) 

Es ist wirklich eine tolle Sache. 

Wir wünschen allen Vierbeinern  und Zweibeinern vom Tierheim Pfungstadt (wenn auch etwas verspätet) ein frohes und gesundes Neues Jahr und Euch weiterhin viel Glück bei der Suche nach einem schönen Zuhause für Eure Schützlinge. 

Liebe Grüße Helga K. und Hope