Solana hat die Herzen im Sturm erobert
Solana hat die Herzen im Sturm erobert PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Kirsten Wagner   
Samstag, den 28. April 2018 um 17:43 Uhr

Solana, ein Galgo aus Rumänien

Am Freitag, 23.03.2018, versuchte ich im Tierheim Kontakt zu einer Hundedame aufzunehmen. Diese Dame mag keine Männer, ich bin nun mal einer, und sie hat mich das sehr spüren lassen. Frustriert war ich schon beinahe am Gehen, als ich im Nachbarzwinger zwei dunkle Augen, eine schwarze Nase und eine Windhund-silouette erblickte. Eigentlich war jetzt schon alles entschieden, aber Solana mochte Männer auch nicht so richtig. Wir gingen jeden Morgen spazieren, am 27.03.2018 ist sie mit mir nach Hause auf Probe gegangen. Zuhause lernte sie meine Frau kennen und von da an war alles ganz leicht, vor allen Dingen mit meiner Frau. Am Gründonnerstag zog Solana dann bei uns ein.

Da wir schon immer Podencos hatten, war das Hunde-Equipment eigentlich vorhanden, aber stellenweise etwas zu groß für das kleine Mädchen. Aber für die Ostertage ging es schon irgendwie.

Solana, mittlerweile heißt sie auch Lana oder auch Lani, hat sich bei uns im Haus gut eingelebt, sie liebt den Garten, in dem sie wegen des langen schmalen Schnitts fröhlich ihre Bahnen flitzen kann. Bei nassem Gras sind die Kurven nicht ganz einfach, da rutscht sie schon einmal weg und landet auf der Seite, aber es stört sie nicht.

Nach dem Toben kommt sie auf mich zu und nimmt mein Handgelenk in Ihre Schnauze, dann wirft sie sich manchmal auf den Boden. Ich habe das noch nicht ganz verstanden.

Schlafplatz und Ruheplätze hat sie sofort angenommen, sie ist sozusagen immer schon da und nahe bei uns.

Aber draußen hat das Mädchen nur große Angst vor allem, was Ihr da begegnet, sein es andere Hunde oder Menschen oder auch nur das Knacken eines Holzstück unter meinen Füßen. Sie muss da in ihrer Vergangenheit schrecklich Erlebnisse gehabt haben und Furchtbares erlitten haben. Ich hoffe es für sie und auch für uns, dass sie das überwinden kann und wir auch entspannte fröhliche Spaziergänge machen können. Vielleicht kann Lana auch frei laufen, die Bindung zu uns Menschen ist schon sehr gut für die paar Tage.

Leider hat sie so viel Angst, sich draußen zu lösen. In den ersten Tagen hat sie es nur im Garten oder im Haus geschafft, in den letzten Tagen ging es schon besser. Ich glaube aber fest daran, dass wir auch das schaffen werden.

Auch zu der späten Uhrzeit, zu der ich diese Zeilen schreibe, liegt Lana mir gegenüber auf Ihrem Bett und fragt sich, was ich da eigentlich mache. Wir sind sicher, mit Lana viele tolle Tage zu erleben und können es kaum erwarten unsere gemeinsame Zukunft zu beginnen………